Warum mögen wir Musik?


Musik ist bei den meisten Menschen beliebt: Über 90% der Bevölkerung Deutschlands gibt an, dass sie gerne Musik hört. Und in der Tat: Wenn man mit offenen Ohren durch den Alltag geht, begegnet man permanent Musik: Beim Einkaufen im Supermarkt, beim Warten am Bahnhof, bei Sportveranstaltungen, auf Feiern, aus dem geöffneten Fenster vom Nachbarn, im Film und vieles mehr. Musik ist unser alltäglicher Begleiter, und das nicht nur seit Erfindung des Walkmans. Aber warum ist dies so?
Es gibt keine einzige Kultur auf dieser Erde, die nicht ihre eigene Musik hat. Jede Kultur, sei sie auch noch so klein, hat in irgendeiner Form eine eigene Musik entwickelt. Es scheint also, als ob Musik zu dem Menschen einfach dazugehört. Sie scheint neben z.B. der Sprache eine andere Form der Ausdrucksmöglichkeiten darzustellen, und Untersuchungen bestätigen dies auch: Musik ist Ausdruck unserer Gefühle.
Musik entspricht also einem biologischen Bedürfnis von uns, und deswegen gehört Musik einfach zum Menschen dazu - daher wird Musik auch oft als die "Universalsprache" der Menschheit bezeichnet, die Kultur übergreifend verstanden wird.

Die allgemeine Wirkung von Musik


Kennen Sie den Ausspruch: "Die Musik spricht das Herz an"? Da ist sehr viel Wahres dran. Wenn man Musik hört, entspannt man sich, man fühlt sich emotional angesprochen, man wird fröhlicher - aber auch traurige Momente lassen sich mit der Unterstützung von Musik besser ertragen. Musik spricht nämlich direkt unsere Gefühle an: Neue Untersuchungen haben ergeben, dass Musik im Gehirn genau die Regionen für Gefühle anspricht, die auch durch andere Reize aus der Umgebung ausgelöst werden und so direkt die emotionalen Zentren des Gehirns aktiviert.
Es wurde sogar noch weiter festgestellt, dass Musik verstärkt die Bereiche im Gehirn aktiviert, die glücklich machen, und gleichzeitig jene Bereiche hemmt, die bei Angst aktiviert werden.
Musik kann also eine große positive Wirkung auf uns haben, die man sich seit einigen Jahren auch verstärkt zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit im Rahmen der Musiktherapie zu Nutze macht. Jedoch ist diese positive Wirkung der Musik uns ja bereits aus der Bibel bekannt, wo David seinem König Saul in dessen aggressiven Phasen Lieder auf der Harfe vorspielen musste, um ihn zu beruhigen - was ihm auch gelang.

Musizieren fördert die Intelligenz


Musizieren ist eine umfangreiche, komplexe Tätigkeit für das Gehirn. Es hat eine Menge von Informationen zu koordinieren, denn Noten müssen ja nicht nur in der richtigen Lautstärke, sondern auch innerhalb des Rhythmus richtig gespielt werden. Sie müssen im Hinblick auf das gesamte Stück in einen Spannungsbogen eingebunden werden und ihre Gesamtfunktion im Vergleich zu den anderen Noten behalten, so dass z.B. eine Melodie immer deutlich heraushörbar ist.

Das ist bereits eine sehr große Anforderung, aber damit nicht genug, denn jede einzelne Note eines Musikstückes verlangt diese Bearbeitung. Außerdem muss jede Note natürlich auch auf dem Instrument gespielt werden, womit die Grob- und Feinmotorik beansprucht und geübt wird.
Musizieren fordert den Menschen also im vollen Umfang - auf eine besondere Weise auch das Gehirn, denn Musizieren findet sowohl in der linken als auch in der rechten Gehirnhälfte statt und trainiert so die Verbindung der zwei großen Gehirnhälften.
In zahlreichen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass dieses "Gehirn-Training" nicht nur zu einem verbesserten musikalischen Spiel führt, sondern dass es auch in vielen anderen Bereichen zu deutlichen Verbesserungen kommt: Kinder, die über ein paar Jahre hinweg regelmäßig ein Instrument spielten, waren deutlich intelligenter als ihre Mitschüler, die keinerlei musikalische Aktivitäten ausführten.









Musizieren verbessert das Sozialverhalten



Auch das Sozialverhalten wird durch das Musizieren teilweise deutlich verbessert. In einigen Studien wird sogar ein direkter Zusammenhang nachgewiesen zwischen Musizieren und Aggressionsminderung, was nicht sonderlich verwundert, wenn man weiß, dass Musik die Sprache der Gefühle ist. Und wer lernt, seine Gefühle bei sich zu erkennen, mit ihnen umzugehen und ihnen Ausdruck zu verleihen, der hat viel bessere Chancen, ausgeglichener zu sein. Eine hervorragende Möglichkeit dazu bietet die Musik, sie verhilft zu einer emotionalen Stabilität.

Musizieren fördert die Konzentration und die Kreativität


Neben verbesserten Fähigkeiten im Bereich der Intelligenz, der Grob- und Feinmotorik und dem Sozialverhalten bewirkt aktives Musizieren auch deutliche Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und der kreativen Leistungen.
Denn wer musiziert, muss permanent konzentriert sein. Und da Musik machen sehr viel Spaß bereitet, fällt dies den meisten Menschen auch nicht sehr schwer.


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